
Troppi ricchi nelle case popolari? Un rapporto internazionale critica la politica abitativa austriaca
https://www.derstandard.at/story/3000000313193/zu-viele-reiche-im-sozialen-wohnbau-internationaler-bericht-kritisiert-oesterreichs-wohnpolitik
di vitus6999
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“Viele OECD-Länder wie Irland und Frankreich passen die Mieten für öffentlich geförderte Mietwohnungen für diejenigen an, deren finanzielle Situation sich verbessert hat”, heißt es in dem Bericht. Das wäre auch im Sinne der “Generationengerechtigkeit” wichtig.
eh klar das wir hier wieder nichts machen.
man sollte eventuell überprüfen wie viele Pensionisten zu große Wohnungen für einen zu kleinen Mietpreis haben und eventuell umstrukturieren da dieser Wohnraum für neue Familien dringend benötigt wird.
Der Bericht ist über 145 Seiten lang und Hauptpunkte des Berichts umfassen Staatsbudget, Überalterung und Unternehmensdynamik. Allein im Bereich Housing unterstreicht der Bericht z.B. auch die im Schnitt zu niedrig bemessene Grundsteuer.Â
Der Standard sucht sich zufällig die paar Seiten raus (98-103, wovon ein großer Teil nur unser Genossenschaftssystem erklärt) und macht das zum Titel.
Ist das die vielgepriesene Haltung, von der man immer hört? Oder ist das die Qualität?Â
Das Standardargument der SPÖ: “Wir erlauben Reichen in von Steuergeld finanzierten Sozialwohnungen zu leben damit es zu keiner Ghettobildung kommt”.
Nur gibt es zwei Probleme damit:
Erstens: Ist die SPÖ der Meinung, dass ärmere Personen alle Kriminelle und Süchtler sind, die zur Ghettobildung neigen? Weil zu sagen “wir brauchen Reiche die dort wohnen, sonst bilden sich Ghettos” ist meiner Meinung nach schon etwas problematisch.
Zweitens: Die Leute können ja gerne weiterhin dort wohnen wenn angeblich die Lebensqualität im Gemeindebau so gut ist. Es soll ja niemand rausgeschmissen werden. Nur der mit Steuergeld reduzierte Mietpreis sollte halt nur denjenigen zu gute kommen die wirklich darauf angewiesen sind.
In erster Linie Meinungsmache durch den Standard und den dahinterliegenden Immobilieninteressen.
Dieser Teil (5 Seiten aus 148 …) des Berichtes ist auch methodisch schlecht, weil er die Vermeidung von sozialen Folgekosten als irrelevant betrachtet, bzw. den Wert der Vermeidung einer echten Ghetto-Bildung mit 0 ansetzt:
Die Wiener Wohnbaustrategie war immer schon darauf ausgelegt das alle bis zur mittleren Mittelschicht die gewillt sind mit der gebotenen Wohnsubstanz und Größe zufrieden zu sein dort unterkommen kann um die soziale Durchmischung zu fördern. Das zB eine Familie mit 2+ Kindern, ein Elternteil zB Lehrer, ein Elternteil zB praktischer Kassenarzt, gerade noch unter der Obergrenze durchkommt (ohne Kinder würden sie vermutlich drüber sein) und dort wohnen kann ist kein Fehler im System, es ist explizit so gewollt.
Der dahinterliegende Ansatz ist das der Anteil der von dieser Demographie bewohne Wohnanteil relativ gering ist, aber dennoch verhindert das die Wohngegend zu einem reinen Unterschicht-Ghetto verkommt. Im Endeffekt reicht zB bereits eine kleine Handvoll an Einheiten um dies zu gewährleisten.
Wer mal zB in England in einer der größeren Council Housing Estates war, mitbekommen hat was da für soziale Probleme entstehen, und wie viel es der Gesellschaft kostet mit diesen Problemen (in Form von Polizei, SozialarbeiterInnen, fehlenden Zugang zu Rollenbildern im nachbarschaftlichen Alltag, Personenschaden, Sachbeschädigung, Haft …) umzugehen wird schnell zum Ergebnis kommen das diese Form der Ghetto-Vermeidung selbst bei dreifachen Preis dennoch günstig kommt.
Dennoch betrachtet sie der Bericht als wertlos.
Das pink durchseuchte Blatt bereitet die ungewaschenen Massen mental auf die nächsten Sozialkürzungen vor.
Staatlicher Wohnbau, bis es keine Obdachlosigkeit mehr gibt und die Mietkosten gering sind, würde auch den Preis für Privatwohnungen senken, hätte somit nur Vorteile für die Bevölkerung.
Wir haben genug Geld für irgendwelche Waffen und Aufrüstungsprojekte warum nicht für großangelegten staatlichen Wohnbau?