Recht interessanter Artikel mit ein paar Hintergrundinfos zu den Koalitionsgesprächen, die Anbiederung der “Partei des kleinen Mannes” an die Industrie und ein mögliches Kurz-Comeback.
>Erste Befunde über das Verhandlungsklima machten die Runde. Bablers Beiträge würden bislang „wenig von dem Text abweichen, den er öffentlich zum Besten gibt“. Der Oberrote sei daher als möglicher Partner noch schwer zu lesen.
Jemand der gegenüber der Öffentlichkeit und bei Verhandlungen das Gleiche sagt ist scheinbar problematisch. Sagt auch was aus.
**Kickls Loveletter an Industriespitzen**
>In der Woche nach dem formellem Regierungsbildungsauftrag von Alexander Van der Bellen an Karl Nehammer trudelte bei allen Spitzenfunktionären der Industriellenvereinigung (IV) seltene Post ein. FPÖ-Chef Herbert Kickl wandte sich mit einem zweiseitigen Schreiben an die vier IV-Präsidiumsmitglieder von IV-Präsident Georg Knill abwärts sowie an alle neun IV-Landespräsidenten.
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>Der meist hemmungslose Haudrauf der heimischen Politik proklamiert vier Wochen nach der Wahl samtpfötig wie nie: „Jetzt ist es an der Zeit (…) das Gemeinsame und das Trennende in unseren Parteien zugunsten Österreichs in den Vordergrund zu stellen.“ Die schwarz-blauen Regierungsbündnisse in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg würden zeigen, schreibt Kickl, „wie fruchtbar eine Zusammenarbeit sein kann. Diese Koalitionen sind der lebende Beweis dafür, dass unser Land stark und erfolgreich regiert werden kann, wenn zwei patriotische Kräfte an einem Strang ziehen.“
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>Der FPÖ-Partei- und -Klubchef wirbt „als klarer Sieger der Nationalratswahl“ bei den Industriespitzen unverhohlen darum, ihren Einfluss in der ÖVP geltend zu machen, damit Blau und Schwarz künftig auch österreichweit an einem Strang ziehen. „Nur in einer Allianz mit der FPÖ kann die ÖVP jene Stärke entfalten, die unsere Heimat verdient. Gemeinsam können wir Österreich wieder groß machen“, garniert Kickl sein Werben um die IV-Obersten mit einer Anleihe bei Donald Trump.
>Für eine in der ÖVP nach wie vor einflussreiche Gruppe von Funktionären und Mandataren braucht es keiner weiteren Anstöße, um für eine Kehrtwende Richtung Schwarz-Blau inklusive Comeback des jüngsten türkis-blauen Kanzlers mobil zu machen. „In Teilen der ÖVP ist es nicht mehr eine Frage, ob Sebastian Kurz in die Politik zurückkehrt, sondern nur noch, wann“, resümiert ein ÖVP-Kenner.
Strange_Flatworm1144 on
Die Partei des kleinen Mannes umwirbt die IV-Spitzen. Ganz unerwartet.
Random-Dude-736 on
Immer diese gewerteten Aussagen über welche versucht wird den Wählern etwas zu suggerieren.
“Machen wir Österreich wieder gemeinsam groß”
Impliziert das Österreich zurzeit klein ist und das es uns so schlecht geht und und und. (vielleicht will er ja auf einen Anschluss hinaus haha)
Klar ist nicht alles gut und es gibt genug Probleme die wir lösen müssen, aber den jetzt Zustand immer als negativstes überhaupt zu bennen nervt. Wieso nicht einfach: “So gehts uns noch besser” oder “So können wir wirtschaftlich besser werden”.
ToxicToddler on
Meine Glaskugel sagt:
Nehammer wird abgsagelt, die Koalitionsverhandlungen scheitern – offiziell wegen Babler – und die Blau-Schwarze Koalition wird überraschend schnell aus dem Hut gezaubert.
DarkRhetoric on
Herbert Kickl zum Volkskanzer!! bin dabei!!
saxovtsmike on
MÖGA ?
catsan on
Österreichische Tradition, Englisch nicht gut genug zu können, aber selbstbewusst zu übersetzen. MAGA-“great” hat was mit “großartig” zu tun, einem Lebensgefühl. Das “again” sollte n Hinweis sein.
Also eigentlich eine massive Drohung an Ungarn und die Ex-Yu-Länder.
Proper-Post2938 on
Im Prinzip is es egal was kommt. Wirtschaftlich sind wir sowieso im Oasch.
aguycalledluke on
Jeder der den Aufstieg der NSDAP detaillierter kennt, sollte da das Grauen bekommen.
Partei des “kleinen Manns” besteht zu guten Teilen aus Selbständigen, verspricht den kleinen Leuten alles, hat ein/mehrere Feindbilder, und biedert sich den Großindustriellen an.
1:1 das Playbook der Faschos.
der_1_immo_dude on
Mit Südtirol fangen wir an, dann das Sudetenland!!!
10 commenti
Recht interessanter Artikel mit ein paar Hintergrundinfos zu den Koalitionsgesprächen, die Anbiederung der “Partei des kleinen Mannes” an die Industrie und ein mögliches Kurz-Comeback.
>Erste Befunde über das Verhandlungsklima machten die Runde. Bablers Beiträge würden bislang „wenig von dem Text abweichen, den er öffentlich zum Besten gibt“. Der Oberrote sei daher als möglicher Partner noch schwer zu lesen.
Jemand der gegenüber der Öffentlichkeit und bei Verhandlungen das Gleiche sagt ist scheinbar problematisch. Sagt auch was aus.
**Kickls Loveletter an Industriespitzen**
>In der Woche nach dem formellem Regierungsbildungsauftrag von Alexander Van der Bellen an Karl Nehammer trudelte bei allen Spitzenfunktionären der Industriellenvereinigung (IV) seltene Post ein. FPÖ-Chef Herbert Kickl wandte sich mit einem zweiseitigen Schreiben an die vier IV-Präsidiumsmitglieder von IV-Präsident Georg Knill abwärts sowie an alle neun IV-Landespräsidenten.
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>Der meist hemmungslose Haudrauf der heimischen Politik proklamiert vier Wochen nach der Wahl samtpfötig wie nie: „Jetzt ist es an der Zeit (…) das Gemeinsame und das Trennende in unseren Parteien zugunsten Österreichs in den Vordergrund zu stellen.“ Die schwarz-blauen Regierungsbündnisse in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg würden zeigen, schreibt Kickl, „wie fruchtbar eine Zusammenarbeit sein kann. Diese Koalitionen sind der lebende Beweis dafür, dass unser Land stark und erfolgreich regiert werden kann, wenn zwei patriotische Kräfte an einem Strang ziehen.“
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>Der FPÖ-Partei- und -Klubchef wirbt „als klarer Sieger der Nationalratswahl“ bei den Industriespitzen unverhohlen darum, ihren Einfluss in der ÖVP geltend zu machen, damit Blau und Schwarz künftig auch österreichweit an einem Strang ziehen. „Nur in einer Allianz mit der FPÖ kann die ÖVP jene Stärke entfalten, die unsere Heimat verdient. Gemeinsam können wir Österreich wieder groß machen“, garniert Kickl sein Werben um die IV-Obersten mit einer Anleihe bei Donald Trump.
Den ganzen Brief von Kickl gibts bei der Krone: [https://www.krone.at/3601520](https://www.krone.at/3601520)
**Kurz-Fans machen Stimmung für Comeback**
>Für eine in der ÖVP nach wie vor einflussreiche Gruppe von Funktionären und Mandataren braucht es keiner weiteren Anstöße, um für eine Kehrtwende Richtung Schwarz-Blau inklusive Comeback des jüngsten türkis-blauen Kanzlers mobil zu machen. „In Teilen der ÖVP ist es nicht mehr eine Frage, ob Sebastian Kurz in die Politik zurückkehrt, sondern nur noch, wann“, resümiert ein ÖVP-Kenner.
Die Partei des kleinen Mannes umwirbt die IV-Spitzen. Ganz unerwartet.
Immer diese gewerteten Aussagen über welche versucht wird den Wählern etwas zu suggerieren.
“Machen wir Österreich wieder gemeinsam groß”
Impliziert das Österreich zurzeit klein ist und das es uns so schlecht geht und und und. (vielleicht will er ja auf einen Anschluss hinaus haha)
Klar ist nicht alles gut und es gibt genug Probleme die wir lösen müssen, aber den jetzt Zustand immer als negativstes überhaupt zu bennen nervt. Wieso nicht einfach: “So gehts uns noch besser” oder “So können wir wirtschaftlich besser werden”.
Meine Glaskugel sagt:
Nehammer wird abgsagelt, die Koalitionsverhandlungen scheitern – offiziell wegen Babler – und die Blau-Schwarze Koalition wird überraschend schnell aus dem Hut gezaubert.
Herbert Kickl zum Volkskanzer!! bin dabei!!
MÖGA ?
Österreichische Tradition, Englisch nicht gut genug zu können, aber selbstbewusst zu übersetzen. MAGA-“great” hat was mit “großartig” zu tun, einem Lebensgefühl. Das “again” sollte n Hinweis sein.
“Groß” hingegen ist physisch bzw. geographische Ausdehnung und “Großösterreich” war die Idee eines Balkanstaats mit Österreich am Rand.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F%C3%B6sterreich
Also eigentlich eine massive Drohung an Ungarn und die Ex-Yu-Länder.
Im Prinzip is es egal was kommt. Wirtschaftlich sind wir sowieso im Oasch.
Jeder der den Aufstieg der NSDAP detaillierter kennt, sollte da das Grauen bekommen.
Partei des “kleinen Manns” besteht zu guten Teilen aus Selbständigen, verspricht den kleinen Leuten alles, hat ein/mehrere Feindbilder, und biedert sich den Großindustriellen an.
1:1 das Playbook der Faschos.
Mit Südtirol fangen wir an, dann das Sudetenland!!!