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    3 commenti

    1. >Die erste Woche der inhaltlichen Verhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP ist gelaufen – eigentlich gut, wie es heißt. Und doch regiert das Misstrauen. Auf beiden Seiten. In der Volkspartei wird FPÖ-Chef Herbert Kickl weiterhin als kaum berechenbar eingeschätzt. Wird sich der Mann überhaupt an Abmachungen halten? Die Freiheitlichen hingegen trauen der ÖVP nicht über den Weg. “Wir müssen wirklich aufpassen, nicht vom nach wie vor gut geölten schwarzen Machtapparat über den Tisch gezogen zu werden”, sagt ein blauer Verhandler. Die Stimmung? Angespannt. Überall werden potenzielle Fallen des anderen vermutet.

      >Nach der Wahl im Jahr 2017 war das ganz anders. Damals habe sich schon während der türkis-blauen Verhandlungen ein Gefühl von “Honeymoon” eingestellt, erzählt einer, der dabei war. Die aktuelle Situation sei damit überhaupt nicht vergleichbar. Und dennoch: Ein Zustandekommen einer blau-schwarzen Koalition ist derzeit sehr viel wahrscheinlicher als ein Scheitern der Gespräche.

      >Von Freiheitlichen ist zu hören, dass insbesondere eine Hürde derzeit nahezu unüberwindbar scheint: Es ist die Forderung der FPÖ nach einem Ende der Sanktionen gegen Russland und das blaue Njet zu weiteren Sanktionspaketen. “In diesem Punkt fehlt mir ehrlicherweise die Fantasie, wie man sich hier finden will”, sagt ein FPÖ-Mann.

    2. Kann ich schon nachvollziehen. Das Misstrauen gegenüber Kickl is glaub ich selbsterklärend.

      Und umgekehrt? “Rechtsextrem”, “Sicherheitsrisiko”, “niemals mit Kickl als Kanzler”. Und jetzt auf einmal doch? Da sitzen zwei Parteien, die jede Sekunde damit rechnen, dass der andere ihm das Messern in den Rücken sticht. Wird lustig. Und traurig.

    3. Dass sie für den Machterhalt alles tun, ist ja nicht überraschend. Überraschend ist vielmehr dass sie sogar mehr Macht haben könnten, aber trotzdem lieber das Beiwagerl vom Kickl sind. Das Lob für alles das gut läuft wird Kickl einstreifen, und für alles das schlecht läuft kann die ÖVP auch den Kopf hinhalten. Well done.

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