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    9 commenti

    1. AmerikanischerTopfen on

      Weil es viel Diskussion über das Budget und die Pensionen gegeben hat, wollte ich einige Diagramme zum Vergleich sammeln. Österreich gibt derzeit 15% seines BIP für Pensionen aus, aber die Abhängigkeitsquote wird in den nächsten 25 Jahren voraussichtlich deutlich steigen – mit oder ohne Migration. In der Zwischenzeit steigt die Lebenserwartung weiter.

      Für mich ist die Situation unglaublich ernsthaft. Schaut euch an, wie schwierig es ist, in diesem Jahr kleine Einsparungen vorzunehmen (die 0,3% des BIP ausmachen), und stellt euch vor, was in Zukunft verändert werden muss, um eine 50-100%ige Erhöhung der Pensionsausgaben zu bewältigen, zusammen mit steigenden Gesundheitsausgaben.

      Was ich nicht will, ist, dass Österreich in die Situation wie Italien gerät, wo die Pensionsverpflichtungen explodieren, während die Wirtschaft stagniert, und kaum noch Spielraum für andere soziale Programme bleibt, die Familien oder junge Arbeitskräfte unterstützen könnten. Diese hören dann auf, Kinder zu bekommen oder emigrieren, was einen Teufelskreis in Gang setzt.

    2. Was genau versteht man unter “Ausgaben des privaten Sektors”?

    3. Sheeprevenge on

      Interessant find i den Knick in der Lebenserwartung zu Corona. Hätt mir nicht gedacht, dass das so sichtbar wird.

    4. Huge_Factor_790 on

      Die Lebenserwartung steigt nicht mehr so dramatisch.

    5. long_short_alpha on

      Diese Graphik verzerrt das Bild ja sogar noch, weil das BIP ein theoretischer Wert ist, auf den ich ja nicht wirklich als Staat zugreifen kann.

      Unser Budget, also alle unsere Ausgaben waren 108 Mrd 2024.
      Derzeit müssen etwa 28 Mrd. aus dem Budget zu den Pensionen zugeschossen werden.

      Zum Vergleich: die gesamten(!) Lohnsteuereinnahmen 2024 waren 35 Mrd.

      Also aktuell(!) bezahlen wir 80% unserer Lohnsteuer (zusätzlich zu den Pensionsbeiträgen) nur, um die Pensionen zu bezuschussen. Und wenn die Bevölkerung alter wird, wird das ggf. noch mehr.

    6. ToxicToddler on

      Frage an den Schwarm (bin zu faul es grad selbst zu rechnen):

      Was wäre denn eigentlich die durchschnittliche Pension nach 45 Beitragsjahren und den durchschnittlichen Pensionszeiten oben wenn man die Pensionsbeiträge (AN und AG Anteil) privat am Kapitalmarkt angelegt hätte (bspw konservativer Index, S&P500, MSCI World, DAX etc)?

    7. RoterElephant on

      “Pensionistenabsetzbetrag” und “erhöhten Pensionistenabsetzbetrag” abschaffen. [https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/arbeitnehmerinnenveranlagung/steuertarif-steuerabsetzbetraege/uebersicht-steuerabsetzbetraege.html](https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/arbeitnehmerinnenveranlagung/steuertarif-steuerabsetzbetraege/uebersicht-steuerabsetzbetraege.html)

      Ja, das ist eine Pensionskürzung. Ja, das halte ich für **vollkommen** angemessen. Die Pensionisten müssen auch ihren Beitrag zur Sanierung des Haushalts leisten. Liebe Boomer, hättet ihr halt anständig Kinder bekommen. Es war eure Entscheidung. Jetzt habt ihr den Käse.

    8. Flaky_Answer_4561 on

      Da Pensionisten die wichtigste homogene Wählergruppe sind und die Politiker wiedergewählt werden möchten, werden sie die Vollzeitarbeiter auspressen bis es nicht mehr geht und Österreich wird sich wie Italien entwickeln und stagnieren

    9. metroid02 on

      Zum einem ist es klar, dass es mit dem derzeitigen System so nicht endlos weitergehen kann.

      Zum anderen wissen wir auch, dass Maßnahmen wie eine Vermögenssteuer usw. zwar Geld einbringen würde, aber letztendlich nur eine vorübergehende Symptombekämpfung ist. Es braucht also grundlegende Reformen um eine nachhaltige Pension zu schaffen.

      Ich finde auch nicht, dass wir in erster Linie bei den niedrigen Pensionen Abstriche machen sollten. Zuerst gehören meiner Meinung nach die ganzen Luxuspensionen gestrichen und an die normale angeglichen. Und als nächstes müssten wir uns Gedanken machen die höheren Pensionen generell zu beschneiden.

      Während wir das machen sollten “die Jungen” anfangen ihre Pensionsbeiträge in einen ETF oÄ einzuzahlen (siehe Modelle wie man sie in Skandinavien verwendet). So eine transition wird nicht einfach aber wir müssen irgendwann das Ruder herumreißen und einen anderen Weg gehen.

      Dass dieses Konzept für viele gruselig ist weiß ich (siehe das weltfremde Interview vom Babler zu ETFs), aber zumindest was Luxuspensionen und Co angeht erwarte ich mir von der Politik zumindest mal ein Eingeständnis dass es so nicht weiter gehen kann. Aber auch hier enttäuschen ein Großteil der Parteien.

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