Warum sollten private Versicherungen solidarisch sein. Ist doch sonst keine Firma solidarisch…
captainkanecmon on
Mir wurde mit Typ 1 Diabetes noch dazu von jedem Arzt bis jetzt abgeraten den Grad der Behinderung zu beantragen, was z.B. Finanziell beim Lohnsteuerausgleich schon einen größeren Unterschied machen würd und für mich, weil mich dann endgültig keine Versicherung mehr haben will:))
Nicht, dass es wie im Artikel beschrieben ohne GdB für Typ 1 Diabetiker schon möglich wär mit Versicherungen, es ist gefühlt ein Schlag ins Gesicht wenn ich in die Realität blicke
MisterDropFish on
Kannst vergessen. Ärger mich bis heute dass ich mich aus finanziellen Gründen vor meiner Diagnose gegen die Versicherung entschieden habe, jetzt nimmt mich nämlich keine mehr.
Skill_Bill_ on
> „Die Versicherungen sind privat, sie haben ihre Regeln, und wenn das Risiko zu groß ist, lehnen sie ab. Da kann man als Individuum nicht viel machen.“
Ja eh, natürlich. Wenns das nicht machen würde würde die Versicherung nicht funktionieren.
Im Gegensatz zur ÖGK wo ja alle zahlen müssen damit auch die Extremfälle finanziert werden können.
Versicherungshawara on
Worauf in dem Artikel aber nicht eingegangen wird ist aber, dass dich ein Versicherer bei einer angenommenen privaten Krankenversicherung nicht mehr kündigen kann, solange die Prämie bezahlt wird. Und das ist auch ein großer Punkt, warum hier so genau auf Vorerkrankungen geachtet wird.
Falls es was psychisches ist, können aus dieser Erkrankung viele andere resultieren. Das wird bei der Prüfung und Annahme auch berücksichtigt.
Ebenfalls betrifft das unheilbare Krankheiten wie Rheuma. Kann zwar therapiert werden, aber eben nicht geheilt.
Was die BU betrifft, schaut’s hier nicht so eng aus wie im Artikel beschrieben, aber je nach Beruf und Freizeitverhalten zahlt man halt mehr oder weniger. Psychische Krankheiten sind hier aber eher der Grund einer Ablehnung.
Jeder Versicherer wird hier aber nach den eigenen Regeln und Vorschriften vorgehen, genau so wie die Leistungserbringung.
BobbyFischerr on
ganz ehrlich, was denkt die autorin? das sind gewinnorientierte UNTERNEHMEN, keine solidarische Krankenkasse wie die ÖGK. die müssen jedes risiko sorgfältig abwägen und bei einer vorerkrankung nehmen sie freilich niemanden mehr an
oltungi on
Ich habe selbst erst vor kurzem einige Versicherungen abgeschlossen. Bei mir ist eine chronische psychische Erkrankung dabei ins Gewicht gefallen.
Kurz: Unfallversicherung hat einen Ausschluss dafür drinnen – der macht aber das Kraut nicht wirklich fett, da ich nicht stärker zu Unfällen neige dadurch.
BerufsunfähigkeitsVS: Hätte ebenso den Ausschluss drinnen und damit eher sinnlos, denn meinen Beruf kann ich mit körperlichen Beschwerden auch dann noch ausüben, wenn ich nur noch sprechen kann. Dann lieber privat vorsorgen.
Private KrankenVS: Ausschluss der Erkrankung oder horrender monatl. Betrag. Bin dann aber am Ende ohnehin zu dem Schluss gekommen, dass sich das nur für die Sonderklasse im Krankenhaus wirklich auszahlt und das ist find ich ehrlich gesagt nur Luxus. Also eh eher insgesamt für die Würschte, ob Ausschluss oder nicht. Würd ich nur noch nehmen, wenn U20 oder wirklich günstig über den Arbeitgeber oder so verfügbar und selbst dann ziemlich sicher keinen Wahlarzt – den Betrag würd ich einfach monatl. privat ansparen und dort verwenden, wo ich wirklich lang auf einen Termin warten müsst.
RechtsschutzVS: Unproblematisch, keine Fragen in die Richtung.
Haushalts- und Haftpflicht: Ebenso unproblematisch.
Lebensversicherung: Sinnlos, den Betrag lieber so einzahlen und ansparen.
Also ganz ehrlich: Die wichtigsten Versicherungen bekommt man. Eine Unfall bekommt man oft ebenso noch, dann halt ggf. mit Ausschlüssen. Wer bspw. Epilepsie hat, dem werden sie dadurch verursachte Unfälle ausschließen. Aber es gibt noch viele andere Dinge, die passieren können. Die private KV ist mehr Schein als Sein find ich, außer eben in den genannten günstigen Szenarien, und sie sollte weiterhin als Luxus gelten, denn wenn die mal quasi zur Pflicht wird, sind wir in amerikanischen Verhältnissen. Die BU ist lästig, ja, aber auch da kann man den Betrag in eine Anlageform stecken – vielleicht ist im Schadensfall dann nicht so viel vorhanden, aber das Geld hat man definitiv, das in der BU ist weg, wenn man nie berufsunfähig wird.
Ich finde also insgesamt, das Ganze ist keine große Aufregung wert. Vieles wird durch den Sozialstaat und gemeinnützige Träger abgedeckt. Was nicht abgedeckt wird und wo man als chronisch Kranker keine oder nur eine sehr teure Versicherung bekommt, sind auch eher Bereiche, die ohnehin zweifelhaften Nutzen haben bzw. durch die Umlenkung der durch einen “Normalo” gezahlten Beiträge in andere Anlageformen einigermaßen bis gut ausgeglichen werden können.
Forsaken-Builder-312 on
Na geh? Wer hätte das gedacht?
FragCool on
Darum sollte es einfach keine privaten Krankenversicherungen geben dürfen.
Sie teilen die Bevölkerung in eine Gesunde und eine nicht Gesunde Gruppe auf. Die privaten nehmen dann den staatlichen System Resourcen weg (Praxen die nur noch privat anbieten).
Kurzfristig sagen die Gesunden mit Geld halt… naja ist ja nicht mein Problem.
Bis halt wie in den USA das öffentliche Angebot quasi non existent ist… dann können die Privaten die Daumenschrauben noch mehr andrehen… weniger Leistung für einen kleineren Personenkreis bei höheren Gebühren.
Alle verlieren bis auf die Versicherungen.
Sheeprevenge on
Und genau deswegen gibts eine Sozialversicherung. Stell da mal vor wir würden die Leistung der Sozialversicherungen privatisieren. Keine Krankenkasse würd die nehmen und bei den Pensionen würds noch viel schlechter aussehen.
jempos on
Ich verstehe die Perspektive der Versicherungen, aber aus Sicht der Betroffenen ist es einfach extrem mühsam. Wer zum Arzt geht, bekommt Diagnosen – und genau diese Diagnosen machen den Abschluss einer Versicherung oft schwieriger. Ein Freund von mir hat z. B. Bluthochdruck und kümmert sich generell wenig um seine Gesundheit. Er geht aber einfach nicht zum Arzt und gilt daher offiziell als gesund. Im Endeffekt werden also genau die Menschen benachteiligt, die sich aktiv um ihre Gesundheit kümmern und etwas gegen ihre Probleme unternehmen – obwohl sie langfristig wahrscheinlich gesünder leben.
Acrobatic_Shift_2161 on
Private Krankenversicherungen laufen nicht umsonst unter Glücksspiel. Die Versicherung muss die Chance haben dir nie was auszahlen zu müssen und dafür lebenslang zu kassieren. Falls ihre Gewinnchancen zu niedrig liegen nehmen sie dich nicht an.
Genau aus diesem Grund hat man sich zusammengetan und die ÖGK gegründet. Und genau aus diesem Grund hat Basti Fantasti und die Blauen die ÖGK über den Tisch gelegt und mit Bundesheer Gleitgel von hinten genommen.
indigosummer78 on
Meine Eltern hatten beide Krebs. Aufgrund dessen wurde ich auch von privater Krankenversicherung ausgeschlossen.
13 commenti
Warum sollten private Versicherungen solidarisch sein. Ist doch sonst keine Firma solidarisch…
Mir wurde mit Typ 1 Diabetes noch dazu von jedem Arzt bis jetzt abgeraten den Grad der Behinderung zu beantragen, was z.B. Finanziell beim Lohnsteuerausgleich schon einen größeren Unterschied machen würd und für mich, weil mich dann endgültig keine Versicherung mehr haben will:))
Nicht, dass es wie im Artikel beschrieben ohne GdB für Typ 1 Diabetiker schon möglich wär mit Versicherungen, es ist gefühlt ein Schlag ins Gesicht wenn ich in die Realität blicke
Kannst vergessen. Ärger mich bis heute dass ich mich aus finanziellen Gründen vor meiner Diagnose gegen die Versicherung entschieden habe, jetzt nimmt mich nämlich keine mehr.
> „Die Versicherungen sind privat, sie haben ihre Regeln, und wenn das Risiko zu groß ist, lehnen sie ab. Da kann man als Individuum nicht viel machen.“
Ja eh, natürlich. Wenns das nicht machen würde würde die Versicherung nicht funktionieren.
Im Gegensatz zur ÖGK wo ja alle zahlen müssen damit auch die Extremfälle finanziert werden können.
Worauf in dem Artikel aber nicht eingegangen wird ist aber, dass dich ein Versicherer bei einer angenommenen privaten Krankenversicherung nicht mehr kündigen kann, solange die Prämie bezahlt wird. Und das ist auch ein großer Punkt, warum hier so genau auf Vorerkrankungen geachtet wird.
Falls es was psychisches ist, können aus dieser Erkrankung viele andere resultieren. Das wird bei der Prüfung und Annahme auch berücksichtigt.
Ebenfalls betrifft das unheilbare Krankheiten wie Rheuma. Kann zwar therapiert werden, aber eben nicht geheilt.
Was die BU betrifft, schaut’s hier nicht so eng aus wie im Artikel beschrieben, aber je nach Beruf und Freizeitverhalten zahlt man halt mehr oder weniger. Psychische Krankheiten sind hier aber eher der Grund einer Ablehnung.
Jeder Versicherer wird hier aber nach den eigenen Regeln und Vorschriften vorgehen, genau so wie die Leistungserbringung.
ganz ehrlich, was denkt die autorin? das sind gewinnorientierte UNTERNEHMEN, keine solidarische Krankenkasse wie die ÖGK. die müssen jedes risiko sorgfältig abwägen und bei einer vorerkrankung nehmen sie freilich niemanden mehr an
Ich habe selbst erst vor kurzem einige Versicherungen abgeschlossen. Bei mir ist eine chronische psychische Erkrankung dabei ins Gewicht gefallen.
Kurz: Unfallversicherung hat einen Ausschluss dafür drinnen – der macht aber das Kraut nicht wirklich fett, da ich nicht stärker zu Unfällen neige dadurch.
BerufsunfähigkeitsVS: Hätte ebenso den Ausschluss drinnen und damit eher sinnlos, denn meinen Beruf kann ich mit körperlichen Beschwerden auch dann noch ausüben, wenn ich nur noch sprechen kann. Dann lieber privat vorsorgen.
Private KrankenVS: Ausschluss der Erkrankung oder horrender monatl. Betrag. Bin dann aber am Ende ohnehin zu dem Schluss gekommen, dass sich das nur für die Sonderklasse im Krankenhaus wirklich auszahlt und das ist find ich ehrlich gesagt nur Luxus. Also eh eher insgesamt für die Würschte, ob Ausschluss oder nicht. Würd ich nur noch nehmen, wenn U20 oder wirklich günstig über den Arbeitgeber oder so verfügbar und selbst dann ziemlich sicher keinen Wahlarzt – den Betrag würd ich einfach monatl. privat ansparen und dort verwenden, wo ich wirklich lang auf einen Termin warten müsst.
RechtsschutzVS: Unproblematisch, keine Fragen in die Richtung.
Haushalts- und Haftpflicht: Ebenso unproblematisch.
Lebensversicherung: Sinnlos, den Betrag lieber so einzahlen und ansparen.
Also ganz ehrlich: Die wichtigsten Versicherungen bekommt man. Eine Unfall bekommt man oft ebenso noch, dann halt ggf. mit Ausschlüssen. Wer bspw. Epilepsie hat, dem werden sie dadurch verursachte Unfälle ausschließen. Aber es gibt noch viele andere Dinge, die passieren können. Die private KV ist mehr Schein als Sein find ich, außer eben in den genannten günstigen Szenarien, und sie sollte weiterhin als Luxus gelten, denn wenn die mal quasi zur Pflicht wird, sind wir in amerikanischen Verhältnissen. Die BU ist lästig, ja, aber auch da kann man den Betrag in eine Anlageform stecken – vielleicht ist im Schadensfall dann nicht so viel vorhanden, aber das Geld hat man definitiv, das in der BU ist weg, wenn man nie berufsunfähig wird.
Ich finde also insgesamt, das Ganze ist keine große Aufregung wert. Vieles wird durch den Sozialstaat und gemeinnützige Träger abgedeckt. Was nicht abgedeckt wird und wo man als chronisch Kranker keine oder nur eine sehr teure Versicherung bekommt, sind auch eher Bereiche, die ohnehin zweifelhaften Nutzen haben bzw. durch die Umlenkung der durch einen “Normalo” gezahlten Beiträge in andere Anlageformen einigermaßen bis gut ausgeglichen werden können.
Na geh? Wer hätte das gedacht?
Darum sollte es einfach keine privaten Krankenversicherungen geben dürfen.
Sie teilen die Bevölkerung in eine Gesunde und eine nicht Gesunde Gruppe auf. Die privaten nehmen dann den staatlichen System Resourcen weg (Praxen die nur noch privat anbieten).
Kurzfristig sagen die Gesunden mit Geld halt… naja ist ja nicht mein Problem.
Bis halt wie in den USA das öffentliche Angebot quasi non existent ist… dann können die Privaten die Daumenschrauben noch mehr andrehen… weniger Leistung für einen kleineren Personenkreis bei höheren Gebühren.
Alle verlieren bis auf die Versicherungen.
Und genau deswegen gibts eine Sozialversicherung. Stell da mal vor wir würden die Leistung der Sozialversicherungen privatisieren. Keine Krankenkasse würd die nehmen und bei den Pensionen würds noch viel schlechter aussehen.
Ich verstehe die Perspektive der Versicherungen, aber aus Sicht der Betroffenen ist es einfach extrem mühsam. Wer zum Arzt geht, bekommt Diagnosen – und genau diese Diagnosen machen den Abschluss einer Versicherung oft schwieriger. Ein Freund von mir hat z. B. Bluthochdruck und kümmert sich generell wenig um seine Gesundheit. Er geht aber einfach nicht zum Arzt und gilt daher offiziell als gesund. Im Endeffekt werden also genau die Menschen benachteiligt, die sich aktiv um ihre Gesundheit kümmern und etwas gegen ihre Probleme unternehmen – obwohl sie langfristig wahrscheinlich gesünder leben.
Private Krankenversicherungen laufen nicht umsonst unter Glücksspiel. Die Versicherung muss die Chance haben dir nie was auszahlen zu müssen und dafür lebenslang zu kassieren. Falls ihre Gewinnchancen zu niedrig liegen nehmen sie dich nicht an.
Genau aus diesem Grund hat man sich zusammengetan und die ÖGK gegründet. Und genau aus diesem Grund hat Basti Fantasti und die Blauen die ÖGK über den Tisch gelegt und mit Bundesheer Gleitgel von hinten genommen.
Meine Eltern hatten beide Krebs. Aufgrund dessen wurde ich auch von privater Krankenversicherung ausgeschlossen.