Oder: Was machen die Schweden (und Iren und Dänen usw) eigentlich besser? Ist ja nicht so, als wären diese Länder für ihre maroden Sozialsysteme und schlanken Staaten bekannt.
kryzjulie on
Klassische VP-/FP-Logik: Steuereinnahmen des Staates beschneiden (geht zu Lasten aller), indem wir progressive Steuern generell senken (davon profitieren vor allem die Reichen).
Wie of- achso, wart amal, “Agenda Austria”. Fast übersehen…
Knuddelbearli on
Dafür haben sie zB 25% Mehrwertsteuer, also mal eben fast die Hälfte Unterschied einfach so weg. Und zumindest für die Österreicher die Bier trinken, dürfte mit der Alksteuer (13€ je Liter, bei uns sinds 3€) schon die 2te Hälfte weg sein ^^
Solche Statistiken kann man sich immer zurechtbiegen wie man will, hier zB indem man die Mehrwertsteuer ignoriert.
epichler on
Wir haben schon sehr hohe Steuern auf Arbeit, allerdings müsste man hier Sozialleistungen und Kaufkraft mit einberechnen. Schweden und Dänemark haben ein wesentlich höheres Preis und Einkommensniveau. 13. und 14. gibt es da auch keines soweit ich weiss. Also wird die Differenz effektiv doch geringer sein.
AnonAustria13 on
Erstmal schon 5 auf Statistik, der Durchschnitt ist hier das falsche Maß. Sieht man ja auch am “realistischen” Jahresgehalt von fast 60000€. Damit wird natürlich der effektive Steuersatz angehoben (weil mehr in der höheren Tarifstufe).
Dazu kommt, dass in Schweden bspw. die Standard-MWSt bei 25% liegt, während sie in Österreich 20% beträgt. Allgemein kann man hier also sagen, dass für einen gescheiten Vergleich eine Kaufkraft-Normierung angewandt werden muss.
Mit diesen Anpassungen wird man hier eine ganz gute Approximation von “man bekommt, wofür man bezahlt” bekommen. Was Sinn macht, wenn man nicht glaubt, dass in Österreich Abermilliarden Euro magisch versickern UND in anderen Ländern nicht.
Ich maße mir natürlich nicht an, zu behaupten, dass diese Fehler, die das Aussehen der Grafik in Richtung “wir sollten die Steuern reduzieren und den Staat verkleinern, weil er ineffizient ist” verändern, gewollt sind. Das würde ja die Unparteilichkeit des wirtschaftsliberalen Thinktank “Agenda Austria” in Frage stellen.
aerodynamik on
Schleich dich mit der Agenda Austria.
Fick die Agenda Austria.
kodos_der_henker on
Ein Unterschied ist das Steuern aufgeteilt sind und einmal direkt in die Regionen gehen und einmal zum Staat (also vereinfacht man in der Steiermark 20% Lohnsteuer ans Land zahlt, in Kärnten 25% und mit der nächsten Steuerstufe kommt dann 20% Steuer an den Bund drauf)
Der Höchststeuersatz ist 55%, aber es ändert sich auch der Steuerfreibetrag je höher das Einkommen ist.
Nachteil dieses Systems ist das >100% Steuer möglich ist.
Kapitalertragssteuer ist 30% (in Österreich 25 bzw 27,5%) und gilt auf alle “Einkommen” die nicht der Einkommensteuer unterliegen
Interssant ist hier das Schweden die Vermögensteuer und Erbschaftssteuer 2007 bzw 2005 abgeschafft hat
Viscoct on
jetzt fang ich langsam an zu glauben diese posts gegen e-mobility und die steuern indirekt kritisieren etc sind schon fast bezahlte meinungmache/bots.
Sheeprevenge on
Die größten “Bruttofresser” sind halt alles Sozialabgaben. Wir haben a eigenständige, starke Sozialpartnerschaft. Auch wenn extrem viel gejammert wird, es soziale Auffangnetz is in Österreich sehr stabil und weitläufig. Wenn du des auflöst, um mehr netto vom brutto zu haben, dann müsstest entweder die gesamte soziale Sicherheit ins Staatsbudget geben oder privatisieren. Beides (Stichwort Lobbyismus) wird drauf rauslaufen, dass du von deinem höheren Nettogehalt gewinnorientierte Versicherungen bezahlen musst.
Ma braucht echt nit weit schauen: In Deutschland zB is es Usus, dass man sich private Berufsunfähigkeitspensionen anschafft, weil das offizielle System recht schlecht zahlt. Bei uns kriegst immer a zumindest halbwegs angemessene Berufsunfähigkeitspension (Ausgleichszulage ), zB auch wenn es die schon in deinen 20ern trifft.
Und klar gefällt des der Agenda Austria nicht: gegründet uA von ehemaligen Bankiers und geleitet vom Bruder vom Sepp Schellhorn (NEOS).
Skaddicted on
I see Agenda Austria, I don’t believe any of it.
diabolus_me_advocat on
# Würde Österreich wie Schweden besteuern, würden jedem knapp 300 Euro netto mehr pro Monat bleiben
ach?
die sonstigen abgaben und beiträge sind genau gleich hoch?
Isegrim12 on
Cherrypicking im Steuer- und Abgabensystem um die eigenen Ansichten zu untermauern ist halt sinnlos.
Seasinator on
Sowas kannst net herauspicken.
Du musst immer die steuerliche Gesamtbelastung anschauen und auch was dabei inkludiert ist. Stichwort Krankenversicherung und co
13 commenti
Oder: Was machen die Schweden (und Iren und Dänen usw) eigentlich besser? Ist ja nicht so, als wären diese Länder für ihre maroden Sozialsysteme und schlanken Staaten bekannt.
Klassische VP-/FP-Logik: Steuereinnahmen des Staates beschneiden (geht zu Lasten aller), indem wir progressive Steuern generell senken (davon profitieren vor allem die Reichen).
Wie of- achso, wart amal, “Agenda Austria”. Fast übersehen…
Dafür haben sie zB 25% Mehrwertsteuer, also mal eben fast die Hälfte Unterschied einfach so weg. Und zumindest für die Österreicher die Bier trinken, dürfte mit der Alksteuer (13€ je Liter, bei uns sinds 3€) schon die 2te Hälfte weg sein ^^
Solche Statistiken kann man sich immer zurechtbiegen wie man will, hier zB indem man die Mehrwertsteuer ignoriert.
Wir haben schon sehr hohe Steuern auf Arbeit, allerdings müsste man hier Sozialleistungen und Kaufkraft mit einberechnen. Schweden und Dänemark haben ein wesentlich höheres Preis und Einkommensniveau. 13. und 14. gibt es da auch keines soweit ich weiss. Also wird die Differenz effektiv doch geringer sein.
Erstmal schon 5 auf Statistik, der Durchschnitt ist hier das falsche Maß. Sieht man ja auch am “realistischen” Jahresgehalt von fast 60000€. Damit wird natürlich der effektive Steuersatz angehoben (weil mehr in der höheren Tarifstufe).
Dazu kommt, dass in Schweden bspw. die Standard-MWSt bei 25% liegt, während sie in Österreich 20% beträgt. Allgemein kann man hier also sagen, dass für einen gescheiten Vergleich eine Kaufkraft-Normierung angewandt werden muss.
Mit diesen Anpassungen wird man hier eine ganz gute Approximation von “man bekommt, wofür man bezahlt” bekommen. Was Sinn macht, wenn man nicht glaubt, dass in Österreich Abermilliarden Euro magisch versickern UND in anderen Ländern nicht.
Ich maße mir natürlich nicht an, zu behaupten, dass diese Fehler, die das Aussehen der Grafik in Richtung “wir sollten die Steuern reduzieren und den Staat verkleinern, weil er ineffizient ist” verändern, gewollt sind. Das würde ja die Unparteilichkeit des wirtschaftsliberalen Thinktank “Agenda Austria” in Frage stellen.
Schleich dich mit der Agenda Austria.
Fick die Agenda Austria.
Ein Unterschied ist das Steuern aufgeteilt sind und einmal direkt in die Regionen gehen und einmal zum Staat (also vereinfacht man in der Steiermark 20% Lohnsteuer ans Land zahlt, in Kärnten 25% und mit der nächsten Steuerstufe kommt dann 20% Steuer an den Bund drauf)
Der Höchststeuersatz ist 55%, aber es ändert sich auch der Steuerfreibetrag je höher das Einkommen ist.
Nachteil dieses Systems ist das >100% Steuer möglich ist.
Kapitalertragssteuer ist 30% (in Österreich 25 bzw 27,5%) und gilt auf alle “Einkommen” die nicht der Einkommensteuer unterliegen
Interssant ist hier das Schweden die Vermögensteuer und Erbschaftssteuer 2007 bzw 2005 abgeschafft hat
jetzt fang ich langsam an zu glauben diese posts gegen e-mobility und die steuern indirekt kritisieren etc sind schon fast bezahlte meinungmache/bots.
Die größten “Bruttofresser” sind halt alles Sozialabgaben. Wir haben a eigenständige, starke Sozialpartnerschaft. Auch wenn extrem viel gejammert wird, es soziale Auffangnetz is in Österreich sehr stabil und weitläufig. Wenn du des auflöst, um mehr netto vom brutto zu haben, dann müsstest entweder die gesamte soziale Sicherheit ins Staatsbudget geben oder privatisieren. Beides (Stichwort Lobbyismus) wird drauf rauslaufen, dass du von deinem höheren Nettogehalt gewinnorientierte Versicherungen bezahlen musst.
Ma braucht echt nit weit schauen: In Deutschland zB is es Usus, dass man sich private Berufsunfähigkeitspensionen anschafft, weil das offizielle System recht schlecht zahlt. Bei uns kriegst immer a zumindest halbwegs angemessene Berufsunfähigkeitspension (Ausgleichszulage ), zB auch wenn es die schon in deinen 20ern trifft.
Und klar gefällt des der Agenda Austria nicht: gegründet uA von ehemaligen Bankiers und geleitet vom Bruder vom Sepp Schellhorn (NEOS).
I see Agenda Austria, I don’t believe any of it.
# Würde Österreich wie Schweden besteuern, würden jedem knapp 300 Euro netto mehr pro Monat bleiben
ach?
die sonstigen abgaben und beiträge sind genau gleich hoch?
Cherrypicking im Steuer- und Abgabensystem um die eigenen Ansichten zu untermauern ist halt sinnlos.
Sowas kannst net herauspicken.
Du musst immer die steuerliche Gesamtbelastung anschauen und auch was dabei inkludiert ist. Stichwort Krankenversicherung und co