I was jo ned owa wenn na sowas auf Reddit crossposted kann man wenigstens an zwa Sätze der eigenen Gedanken dazu ergänzen anstatt nur den Titel.
inn4tler on
Ich habe den Artikel jetzt 2x gelesen und verstehe noch immer nicht, was konkret die Kritik der Netzbetreiber ist. Ist das eine versteckte Kritik am Glasfaserausbau? Im Normalfall sollte ja kein Provider unglücklich über Geld sein. Also was ist da los?
Meiner Ansicht nach steckt da folgendes dahinter:
Die drei großen Provider sehen ihre Felle davonschwimmen und wollen lieber 5G pushen. Gerade auf dem Glasfasermarkt gibt es viele andere Netzbetreiber, die ihnen das Wasser abgraben. Wenn das Kupfernetz abgeschaltet wird, dann hat A1 in vielen Teilen des Landes kein Festnetzangebot mehr, weil sie selbst viel zu spät mit dem Ausbau begonnen haben (und ein Doppelausbau vielerorts unwirtschaftlich ist). Das Kernproblem bei A1 ist, dass Carlos Slim kein Geld für Infrastruktur locker macht, sondern nur Geld rausziehen will.
Auch Magenta kommt hinten und vorne nicht nach. Es gibt schon erste Gemeinden, wo das Kabelnetz von Magenta von einem anderen Provider mit Glasfaser überbaut wurde. Na was wird man dann wohl nehmen, wenn man die Wahl hat? Genau wie A1 hat man einfach geschlafen.
Und Drei ist auf dem Festnetzmarkt generell schwach und hat dort meines Wissens keine eigene Infrastruktur. Also ist Glasfaser ebenfalls eine Gefahr für ihr Haupt-Geschäftsmodell.
Die regionalen Kabelnetzbetreiber, Energieversorger und jungen Anbieter wie ÖGIG fügen den alten Schwergewichten gerade richtige Schmerzen zu. Und das ist sehr schön zu beobachten, weil sich dadurch der Markt diversifiziert. Geringe Nutzungsquoten sind kein Argument. Die werden mit der Zeit steigen. Die Infrastruktur ist notwendig.
JanMarsalek on
Man sollte auch hoffen, dass bei 900 Millionen Investitionen ein messbarer Erfolg entsteht.
Jede Person die jetzt am Land im Zuge der Bauarbeiten nicht zumindest den Glasfaseranschluss herstellen lässt, wird sich in Zukunft gewaltig in Oasch beiße.
Kenne da selbst einige die sagen “Ich hab ein gutes Internet. Ich brauch das nicht.” Wenn dann das Kupfernetz abgedreht werden sollten, schauens blöd drein.
Fit-Bite692 on
Wenn die drei Telcos “heftige Kritik” üben, dann macht das BMIMI wohl alles richtig.
Pearmoat on
Glasfaserausbau ist teuer, aber grundsätzlich sinnvoll.
ABER: was ich bei uns im Ort sehe, ist eine massive Verschleuderung von Steuergeldern.
Was sinnvoll wäre: Straße aufgraben, Glasfaserkabel aller Anbieter rein, Haushalte anschließen, Straße zumachen. Ist eh schon teuer genug.
Was bei uns gemacht wird: Straße aufgraben, Kabel eines Anbieters rein, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Kabel von Anbieter zwei rein, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Haushalte an Anbieter 1 anschließen, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Haushalte an Anbieter 2 anschließen, Straße wird billig zuasphaltiert.
Während die Gemeinde immer beteuert, die Anbieter zu einem koordinierten Vorgehen bewegen zu wollen, scheinen sich diese hier komplett zu verweigern. Angeblich, weil die Grabungsarbeiten gefördert werden und ein gemeinsames Vorgehen zwar massiv Steuergeld sparen würde, aber dafür die individuelle Förderung verkleinern würde.
0xe1e10d68 on
Ganz ehrlich, wir sollten die Glasfaserinfrastruktur einfach am besten in einem Monopol bündeln; ungefähr wie halt die ÖBB Infra, oder wie halt auch in jeder Gemeinde nur ein Kanalisationsnetz besteht.
Ein Unternehmen das dem Ministerium untersteht das Geld dafür kriegt Glasfaser überall auszubauen; dann können sich alle ISPs in dem Netz zu gleichen Bedingungen einmieten und zahlen dafür den entsprechenden Unkostenbeitrag. Dann müssen wir weder 10 Mal die Straßen aufreißen, noch 10 verschiedene Glasfaserkabel verlegen, noch verschieden ausgebaute Netze haben.
Der Wettbewerb zwischen den ISPs ist auch ein deutlich anderer wenn halt alle Zugang zum gleich guten Netz haben; dann hast du als Kunde halt immer die Wahl und bist nicht einfach nur an einen Anbieter gebunden weil es halt keinen anderen gibt.
Und wenn die Infrastruktur einem Staatsunternehmen gehört kannst du auch viel einfacher Bürgern einen Rechtsanspruch darauf geben dass auch in ihrer Gemeinde innerhalb einer angemessenen Zeit der Glasfaseranschluss folgt.
6 commenti
I was jo ned owa wenn na sowas auf Reddit crossposted kann man wenigstens an zwa Sätze der eigenen Gedanken dazu ergänzen anstatt nur den Titel.
Ich habe den Artikel jetzt 2x gelesen und verstehe noch immer nicht, was konkret die Kritik der Netzbetreiber ist. Ist das eine versteckte Kritik am Glasfaserausbau? Im Normalfall sollte ja kein Provider unglücklich über Geld sein. Also was ist da los?
Meiner Ansicht nach steckt da folgendes dahinter:
Die drei großen Provider sehen ihre Felle davonschwimmen und wollen lieber 5G pushen. Gerade auf dem Glasfasermarkt gibt es viele andere Netzbetreiber, die ihnen das Wasser abgraben. Wenn das Kupfernetz abgeschaltet wird, dann hat A1 in vielen Teilen des Landes kein Festnetzangebot mehr, weil sie selbst viel zu spät mit dem Ausbau begonnen haben (und ein Doppelausbau vielerorts unwirtschaftlich ist). Das Kernproblem bei A1 ist, dass Carlos Slim kein Geld für Infrastruktur locker macht, sondern nur Geld rausziehen will.
Auch Magenta kommt hinten und vorne nicht nach. Es gibt schon erste Gemeinden, wo das Kabelnetz von Magenta von einem anderen Provider mit Glasfaser überbaut wurde. Na was wird man dann wohl nehmen, wenn man die Wahl hat? Genau wie A1 hat man einfach geschlafen.
Und Drei ist auf dem Festnetzmarkt generell schwach und hat dort meines Wissens keine eigene Infrastruktur. Also ist Glasfaser ebenfalls eine Gefahr für ihr Haupt-Geschäftsmodell.
Die regionalen Kabelnetzbetreiber, Energieversorger und jungen Anbieter wie ÖGIG fügen den alten Schwergewichten gerade richtige Schmerzen zu. Und das ist sehr schön zu beobachten, weil sich dadurch der Markt diversifiziert. Geringe Nutzungsquoten sind kein Argument. Die werden mit der Zeit steigen. Die Infrastruktur ist notwendig.
Man sollte auch hoffen, dass bei 900 Millionen Investitionen ein messbarer Erfolg entsteht.
Jede Person die jetzt am Land im Zuge der Bauarbeiten nicht zumindest den Glasfaseranschluss herstellen lässt, wird sich in Zukunft gewaltig in Oasch beiße.
Kenne da selbst einige die sagen “Ich hab ein gutes Internet. Ich brauch das nicht.” Wenn dann das Kupfernetz abgedreht werden sollten, schauens blöd drein.
Wenn die drei Telcos “heftige Kritik” üben, dann macht das BMIMI wohl alles richtig.
Glasfaserausbau ist teuer, aber grundsätzlich sinnvoll.
ABER: was ich bei uns im Ort sehe, ist eine massive Verschleuderung von Steuergeldern.
Was sinnvoll wäre: Straße aufgraben, Glasfaserkabel aller Anbieter rein, Haushalte anschließen, Straße zumachen. Ist eh schon teuer genug.
Was bei uns gemacht wird: Straße aufgraben, Kabel eines Anbieters rein, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Kabel von Anbieter zwei rein, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Haushalte an Anbieter 1 anschließen, Straße notdürftig zu. Zeit vergeht. Straße aufgraben, Haushalte an Anbieter 2 anschließen, Straße wird billig zuasphaltiert.
Während die Gemeinde immer beteuert, die Anbieter zu einem koordinierten Vorgehen bewegen zu wollen, scheinen sich diese hier komplett zu verweigern. Angeblich, weil die Grabungsarbeiten gefördert werden und ein gemeinsames Vorgehen zwar massiv Steuergeld sparen würde, aber dafür die individuelle Förderung verkleinern würde.
Ganz ehrlich, wir sollten die Glasfaserinfrastruktur einfach am besten in einem Monopol bündeln; ungefähr wie halt die ÖBB Infra, oder wie halt auch in jeder Gemeinde nur ein Kanalisationsnetz besteht.
Ein Unternehmen das dem Ministerium untersteht das Geld dafür kriegt Glasfaser überall auszubauen; dann können sich alle ISPs in dem Netz zu gleichen Bedingungen einmieten und zahlen dafür den entsprechenden Unkostenbeitrag. Dann müssen wir weder 10 Mal die Straßen aufreißen, noch 10 verschiedene Glasfaserkabel verlegen, noch verschieden ausgebaute Netze haben.
Der Wettbewerb zwischen den ISPs ist auch ein deutlich anderer wenn halt alle Zugang zum gleich guten Netz haben; dann hast du als Kunde halt immer die Wahl und bist nicht einfach nur an einen Anbieter gebunden weil es halt keinen anderen gibt.
Und wenn die Infrastruktur einem Staatsunternehmen gehört kannst du auch viel einfacher Bürgern einen Rechtsanspruch darauf geben dass auch in ihrer Gemeinde innerhalb einer angemessenen Zeit der Glasfaseranschluss folgt.