
Conosco il post dell’ARD ma l’ho letto più volte altrove: la Polonia ha una buona crescita economica, attualmente al 3%. Penso che sia dovuto alla possibilità di promozione sociale attraverso il lavoro, che per noi diventa sempre più difficile e difficile. Troveranno anche il punto debole tra salari abbastanza bassi ma un migliore rapporto qualità-prezzo rispetto ai nostri, nessuna tecnologia legacy ma cose nuove sviluppate attorno ad esse, una base culturale (la Polonia è stata spesso un grande attore in Europa) per una potenza economica. Cosa ne pensi?
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/polen-wirtschaft-boom-100.html
di Sea_Desk4858
10 commenti
Laut Prognose sind sie 2030 wohlhabendervals die Briten.
Polen betreibt seit Jahren eine konsequente Standortpolitik mit niedrigen Abgaben auf Arbeit und Kapital, hat investorenfreundliche Rahmenbedingungen und nur recht geringe Steuern für Unternehmen, desweiteren gibt es eine aktive Industriepolitik und eine stärker auf Arbeitsmigration ausgerichtete Migrationspolitik.
In meinem Umfeld sind sehr viele Unternehmen nach Polen abgewandert. Das erste Mal als ich das gehört habe war vor 3 Jahre. Es werden aber immer mehr. Bei uns läuft die Wirtschaft nicht und in Polen ist Wirtschaftswunder ist meiner Ansicht nach halb richtig. Denn viel „unserer“ Wirtschaft läuft halt mittlerweile in Polen.
Unsere Polen in der Arbeit überlegen eh schon ob sie nicht wieder zurück nach Polen gehen um dort zu arbeiten. Für viele lohnt es sich kaum mehr im Ausland zu arbeiten.
Das Wirtschaftswunder das die meisten Mittel aus der EU bekommt und trotzdem nur gegen die EU hetzt. Arbeitsplätze die durch den niedrigen Lohn verschoben werden sind aus meiner Sicht keine wirkliche Innovation. Auch das Verhältnis von das Einkommen/Ausgaben Niveau in Österreich ist trotz der vielen Jammerei um einiges besser. Ich gönne den Polen den Aufstieg aber das Wachstum wird auch irgendwann mal langsamer, wer von 0 startet kann einiges aufholen aber irgendwann wird auch da die Luft dünn.
Ich freu mich voll für polen und dass es bei ihnen so gut läuft in letzter zeit! Starke europäische Nachbarn sind auch immer begrüßenswert. Was aber bei der Polen Diskussion oft vergessen wird, ist deren demographie. Die kracht gerade ziemlich zusammen. Migration außen vor schrumpft deren Bevölkerung sogar schneller als die deutsche, obwohl sie ein gutes stück jünger sind. Die fertilitätsrate ist eine der allerniedrigsten in der ganzen eu. Ich befürchte, das wird dem Wachstum mittelfristig ein Ende bereiten, wenn der anteil an Pensionisten bei denen immer größer wird.
https://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Poland?wprov=sfti1#After_World_War_II
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass Polen ein bisschen das China Europas ist. Dort wird viel produziert, aber die Konzernmütter sitzen alle in den Ländern des Zentrums: Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, NL, …
Polen hat einen großen und gesunden Binnenmarkt.
Dazu noch viele gut ausgebildete Arbeitskräfte, besonders in Technik, IT und Ingenieurwesen. Die Löhne sind (noch) niedriger als in Westeuropa, was Investitionen anzieht. Im Gegensatz zu Österreich, wo die überbezahlte IT nur die Hand weiter aufhält.
Ausserdem hat Polen seine Zuwanderung gut im Griff und verbrennt kaum Geld für die Erhaltung illegaler Einwanderer.
Polen war früher schon eine Wirtschaftsmacht in Europa, die kulturelle Basis ist also da. Dann kam aber der 2. WK, der Polen auf die schlimmste Art getroffen hat, direkt danach der Stalinismus. Jetzt erholt sich das Land endlich davon. Und wie es aussieht nachhaltig. Gute Wirtschaftspolitik gepaart mit geringen Abgaben auf Arbeit lohnen sich wie es scheint.
Polen hat jede Menge internationale Software Firmen wie Google, Uber, usw. welche Gehälter zahlen welche um einiges höher als vergleichbare Gehälter in Österreich sind. Google L6 Gehalt dort liegt bei umgerechnet ca. 150k EUR im Jahr. Bei gleichzeitig viel niedrigeren Steuern.
Wirtschaftlich ist glaube ich ein grosser Vorteil in Polen, dass die Bevölkerung dort gelebten Kommunismus am eigenen Leib erfahren hat. Anders als in einigen anderen EU-Ländern träumt man dort nicht vom Sozialismus sondern ist mit der Marktwirtschaft sehr glücklich.