Was ich mich gerade frage: AGs müssen doch quartalsweise Finanzberichte vorlegen, wie kann es sein, dass so hohe Schulden nicht bekannt waren?
Und der Pierer so: „nicht überschuldet“ 🤡
Timrum on
~1,6 Mrd Privatvermögen bei 1,8 Mrd Schulden ist doch eh ein guter Anfang…..
NilEntity on
Wie geht sowas? 1.8 Mrd Schulden aber fett an Aktionäre auszahlen?!
EarlOfSquirrel1 on
Pierer so

JanMarsalek on
Benko Vibes
der_1_immo_dude on
Das Geld ist nicht weg. Es hat nur wer anderer. Liebe Grüße
florianw0w on
ich würde mal sagen, KTM Österreich wirds bald nicht mehr geben. 1.8 Milliarden treibt man nicht so locker auf
gut gemacht pierer.
Edit :
weils mir erst jetzt einfällt, wie schaut das mit dem Händler dann aus? ich denk direkt an KTM spielberg, die haben nur KTM und sonst nix
googler1994 on
Was hier für gefährliches Halbwissen und Hate rumschwirrt.
Man wird mich hier haten, aber ein paar Kommentare dazu:
„Schulden und Gewinne auszahlen“ —> ja man kann Schulden haben und gleichzeitig Gewinne erzielen und sogar auch auszahlen, solange man die vertragsmäßigen Schulden bedient. Ab dem Moment, wo man nicht mehr zahlen kann, darf nichts mehr wegfließen (ist auch nicht, wäre insolvenzrechtlich illegal udn man würde persönlich haften). Die ganze Wirtschaft funktioniert so und beruht auf die angenommene Rückzahlungsfähigkeit
„Wo sind die Rücklagen“? —> die wurden halt aufgezehrt bzw zum gesetzlichen Limit zurückgelegt. Wenn man zu viel EK zurücklegen müsste, kann man den Laden gleich zusperren zwecks Eigenkapitarendite, die dann anderweitig besser wäre. Natürlich könnte Pierer sein Privatvermögen zuschießen und neues EK einfließen lassen. Aber wozu, wenn die erwartete Rendite nicht da ist laut seinen Einschätzungen?! Wäre ja Geldverbrennung und auch volkswirtschaftlich ineffizient
„Waren die Schulden nicht bekannt“? —> natürlich und die Gläubiger dachten halt, der Cashflow reicht aus für Rückzahlungen. Ist halt deren Risiko und Pech, wenn man Geld verleiht. Keine Sorge, das können sie schon tragen. Und die schauen sich die Bilanzen vorher schon an
„Pierers Privatvermögen“ —> Wie viel er an Vermögen hat ist irrelevant, solange insolvenzrechtlich keine Verschleppung usw stattgefunden hat. Die letzten X Jahre wo das Unternehmen halt funktioniert hat, durfte er sich ja seine Gewinne auszahlen. So funktionieren Kapitalgesellschaften und das ist gut so, sonst nimmt keiner mehr das Risiko auf sich, wenn ich 30 Jahre schöne Gewinne mache und dann eine Krise mir alles wegnimmt bis zum letzten Cent. Dann würde ich am All Time High auscashen und zusperren. Oder das Unternehmen andauernd schrumpfen lassen, bis nix mehr das ist und fertig. Wirtschaft beruht auf Boom und Bust
VonGoth on
Es sind nicht “nur” 1,8 Mrd:
>Die Passiva von KTM und zwei ebenfalls insolventen Tochtergesellschaften belaufen sich auf insgesamt fast drei Milliarden Euro
Auswirkungen auf den Bezirk/das Innviertel werden massiv sein. Es sind ja nicht nur die direkten Angestellten die den Job verlieren. Was machen die Zulieferer? Selbst der Bäcker ums Eck wird Kundschaft verlieren. Lieferanten bekommen welche Quote? Da werden noch viele andere in die Insolvenz rutschen.
Und selbst wenn die Sanierung gelingt, wird die Produktion nicht mehr lange in Österreich sein. Dieser Verlust an gut bezahlten Arbeitsplätzen und Unternehmen in den letzten Monaten wird Österreich noch sehr, sehr weh tun.
Trotzdem, die Kommentare hier zeigen auch wenig Finanzwissen. Eine Firma ohne Schulden gibt es wahrscheinlich nicht. Einfach weil die Kosten von Schulden normalerweise geringer sind als der Gewinn den die Firma mit dem geborgten Geld erwirtschaften will. Grob gesagt. Und solange sich die Kreditraten finanzieren lassen ist das auch kein Problem. Es wäre eher umgekehrt ein Problem wenn man Investitionsmöglichkeiten hat aber keine Kredite aufnimmt um diese umzusetzen.
>Konsumflaute und ein Nachfrageeinbruch hätten zu einem extremen Lagerbestand von rund 1 Mrd. Euro geführt. Der Motorrad-Überbestand liege aktuell bei rund 130.000 Stück, ergänzte der Kreditschutzverband KSV1870.
Da ist für mich das Problem. Ware für 1 Mrd. auf Lager passiert nicht einfach so. Überproduktion und Einbruch der Nachfrage wurden nicht erkannt?
9 commenti
Was ich mich gerade frage: AGs müssen doch quartalsweise Finanzberichte vorlegen, wie kann es sein, dass so hohe Schulden nicht bekannt waren?
Und der Pierer so: „nicht überschuldet“ 🤡
~1,6 Mrd Privatvermögen bei 1,8 Mrd Schulden ist doch eh ein guter Anfang…..
Wie geht sowas? 1.8 Mrd Schulden aber fett an Aktionäre auszahlen?!
Pierer so

Benko Vibes
Das Geld ist nicht weg. Es hat nur wer anderer. Liebe Grüße
ich würde mal sagen, KTM Österreich wirds bald nicht mehr geben. 1.8 Milliarden treibt man nicht so locker auf
gut gemacht pierer.
Edit :
weils mir erst jetzt einfällt, wie schaut das mit dem Händler dann aus? ich denk direkt an KTM spielberg, die haben nur KTM und sonst nix
Was hier für gefährliches Halbwissen und Hate rumschwirrt.
Man wird mich hier haten, aber ein paar Kommentare dazu:
„Schulden und Gewinne auszahlen“ —> ja man kann Schulden haben und gleichzeitig Gewinne erzielen und sogar auch auszahlen, solange man die vertragsmäßigen Schulden bedient. Ab dem Moment, wo man nicht mehr zahlen kann, darf nichts mehr wegfließen (ist auch nicht, wäre insolvenzrechtlich illegal udn man würde persönlich haften). Die ganze Wirtschaft funktioniert so und beruht auf die angenommene Rückzahlungsfähigkeit
„Wo sind die Rücklagen“? —> die wurden halt aufgezehrt bzw zum gesetzlichen Limit zurückgelegt. Wenn man zu viel EK zurücklegen müsste, kann man den Laden gleich zusperren zwecks Eigenkapitarendite, die dann anderweitig besser wäre. Natürlich könnte Pierer sein Privatvermögen zuschießen und neues EK einfließen lassen. Aber wozu, wenn die erwartete Rendite nicht da ist laut seinen Einschätzungen?! Wäre ja Geldverbrennung und auch volkswirtschaftlich ineffizient
„Waren die Schulden nicht bekannt“? —> natürlich und die Gläubiger dachten halt, der Cashflow reicht aus für Rückzahlungen. Ist halt deren Risiko und Pech, wenn man Geld verleiht. Keine Sorge, das können sie schon tragen. Und die schauen sich die Bilanzen vorher schon an
„Pierers Privatvermögen“ —> Wie viel er an Vermögen hat ist irrelevant, solange insolvenzrechtlich keine Verschleppung usw stattgefunden hat. Die letzten X Jahre wo das Unternehmen halt funktioniert hat, durfte er sich ja seine Gewinne auszahlen. So funktionieren Kapitalgesellschaften und das ist gut so, sonst nimmt keiner mehr das Risiko auf sich, wenn ich 30 Jahre schöne Gewinne mache und dann eine Krise mir alles wegnimmt bis zum letzten Cent. Dann würde ich am All Time High auscashen und zusperren. Oder das Unternehmen andauernd schrumpfen lassen, bis nix mehr das ist und fertig. Wirtschaft beruht auf Boom und Bust
Es sind nicht “nur” 1,8 Mrd:
>Die Passiva von KTM und zwei ebenfalls insolventen Tochtergesellschaften belaufen sich auf insgesamt fast drei Milliarden Euro
Auswirkungen auf den Bezirk/das Innviertel werden massiv sein. Es sind ja nicht nur die direkten Angestellten die den Job verlieren. Was machen die Zulieferer? Selbst der Bäcker ums Eck wird Kundschaft verlieren. Lieferanten bekommen welche Quote? Da werden noch viele andere in die Insolvenz rutschen.
Und selbst wenn die Sanierung gelingt, wird die Produktion nicht mehr lange in Österreich sein. Dieser Verlust an gut bezahlten Arbeitsplätzen und Unternehmen in den letzten Monaten wird Österreich noch sehr, sehr weh tun.
Trotzdem, die Kommentare hier zeigen auch wenig Finanzwissen. Eine Firma ohne Schulden gibt es wahrscheinlich nicht. Einfach weil die Kosten von Schulden normalerweise geringer sind als der Gewinn den die Firma mit dem geborgten Geld erwirtschaften will. Grob gesagt. Und solange sich die Kreditraten finanzieren lassen ist das auch kein Problem. Es wäre eher umgekehrt ein Problem wenn man Investitionsmöglichkeiten hat aber keine Kredite aufnimmt um diese umzusetzen.
>Konsumflaute und ein Nachfrageeinbruch hätten zu einem extremen Lagerbestand von rund 1 Mrd. Euro geführt. Der Motorrad-Überbestand liege aktuell bei rund 130.000 Stück, ergänzte der Kreditschutzverband KSV1870.
Da ist für mich das Problem. Ware für 1 Mrd. auf Lager passiert nicht einfach so. Überproduktion und Einbruch der Nachfrage wurden nicht erkannt?