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    15 commenti

    1. Wenn die EU es tatsächlich schafft eine EU-Armee aufzubauen, dann wäre es aus unserer Sicht einfacher mehr als dumm uns da wegen dieser Neutralität rauszuhalten…und da können der Kickl und seine Schergen dann noch so laut schreien. Gerade jetzt ist ein geeintes Europa wichtiger denn je. Alleingänge einzelner Staaten kann man sich da nicht leisten – und vor allem kann es sich Österreich nicht leisten, alleine gegen den Strom zu schwimmen.

    2. Expensive-Pop4539 on

      Wie schon gestern in einem anderen Thread erwähnt. Nein ist nicht mehr zeitgemäß.

    3. RoronoaZorro on

      Nein, ist nicht mehr zeitgemäß.

      Die geopolitische Lage und der Umstand, dass wir bisher keine der Maßnahmen getroffen haben, die ein neutrales Land eigentlich treffen müsste, wenn es sich nicht auf die Schutzfunktion der umliegenden Staaten verlassen will oder kann, machen diese irrationale Festhalten an der heiliggesprochenen Neutralität, die uns ja damals in Wirklichkeit aufgezwungen wurde, zu einer der dümmsten Optionen.

      Und viele derer, die dagegen sind, sind aufgrund der polemischen Rhetorik, die ein Aufgeben der Neutralität mit Teilnahmen an militärischen Offensivaktionen anderer Staaten auf der Angreiferseite (~”Kriegstreiber”) gleichsetzt, dagegen, was schlichtweg lächerlich ist.
      Die realistischste Variante wäre ein defensives Militärbündnis.

      Echte Neutralität ist extrem teuer, fordert massive Aufrüstung, ist für kleine Staaten ohne vorteilhafte Geographie immer weniger effektiv und sie erfordert eine… moralische Flexibilität bzw. Opportunismus.

      Das ist demnach sowohl budgetpolitisch Unsinn und auch schlichtweg realitätsfern.
      Glaubt irgendwer wirklich, dass es uns “egal” sein sollte bzw. wir keine Unterstützung anbieten sollten, wenn beispielsweise (far-fetched, aber zur Verdeutlichung) der Iran oder Nordkorea in Deutschland einmarschiert?

      Oder, dass es uns als kleiner Staat in dieser globalisierten Welt überhaupt egal sein KANN? Könnten wir es uns wirklich leisten, an unserer Neutralität festzuhalten und in einem extremen Horrorszenario zuzuschauen, wenn ein wichtiger Nachbar, Handelspartner und kultureller Partner von autokratischen, theokratischen oder diktatorischen Feinden angegriffen wird?

      Die typisch österreichische Antwort wär jetzt wieder “Naja, wir können da eh nix ausrichten, und die anderen werden schon helfen” – aber wemma so eine Mentalität kultivieren, kömma uns gleich zu an Bundesland von an anderen Staat degradieren.
      Und das Geheule wär aber groß, wenn die Situation anders wäre, wir in akuter Gefahr und (wenn auch nicht zu erwarten) keiner, der uns unterstützt, und auch niemand, der dazu verpflichtet ist.

      Man muss so ehrlich und realistisch sein, sich einzugestehen, dass wir jetzt lange Zeit de facto Pflichten abgewälzt und uns Zuckerl rausgepickt haben. Und das hat aufgrund unserer sehr glücklichen Lage funktioniert. In akuten Gefahrensituationen kann das schnell ganz anders ausschauen.

    4. InfiniteAd7948 on

      Offiziell schon, aber Ö und Ch müssen sich wohl eingestehen, dass es sich um eine andere Form der Neutralität handeln wird.

      Wichtig! Neutralität bedeutet nicht, dass ein Land keine Verteidigungsagenda hat. Nur im europäischen Kontext muss das ausgeweitet werden.

    5. Realistic-Major4888 on

      Wir sind nicht neutral. Nur weil da ein altes und abgenutztes Pickerl “Neutralität” draufklebt heisst das ja noch lange nicht, dass auch Neutralität in der Schachtel drinnen ist.

      Wir sind weder politisch, wirtschaftlich noch militärisch neutral. Und am wenigstens haben wir die militärischen Mittel um eine Neutralität verteidigen zu können.

      Also, warum nicht gleich offiziell Stellung beziehen!

    6. Head_Title_4070 on

      Man kann die Schweiz nicht mit Österreich vergleichen:
      – die Schweiz hat eine aktive Miliz mit Minimum 1 Monat verpflichtende Waffenübung im Jahr
      – Eine eigene Rüstungsindustrie
      – Militär eng integriert also eine gelebte umfassende Landesverteidigung (man wird in der Schweiz schwer etwas, ohne gedient zu haben)
      – Geographisch uninteressantes Gelände
      – Ständige investionen in die Armee, d.h. keine kaputten Strukturen oder Wiederaufbau usw…

      Die Schweiz kann alleine besser bestehen, weil ja auch die Voraussetzungen ganz anders sind.

      Wir sind einfach nur reudige Trittbrettfahrer und ich erinnere gerne daran, das auch im 2.Wk neutrale Staaten besetzt wurden.

      Apropos Neutral: Russland kann uns genauso Vertragsbruch vorwerfen wie den Ukrainern, weil EU beitritt und uns muss bewusst sein das uns nicht unsere Neutralität schützt sonder letztendlich die EU, deswegen verstehe ich auch nicht die Ablehnung gegenüber NATO

    7. AngrySenfglas on

      An alle Couchkrieger hier, die meinen, die Neutralität sei nicht mehr zeitgemäß: Euch ist bewusst, dass die Alternative die Eingliederung Österreichs in die NATO und/oder eine kommende EU-Armee ist? Euch ist auch bewusst, dass wir uns dann im Ernstfall für unseren imperialistischen Block im Schützengraben zu Fetzen zerschießen lassen dürfen?

    8. wegwerferie on

      Die Art wie hier auf einer Schulhofebene (da bist du ja voll uncool!!!) argumentiert wird ist meiner Meinung nach absolut erbärmlich.

      Es gibt durch aus gute Gründe für Militärbündnisse und/oder Waffenlieferungen aber dann sollte darüber auch ehrlich geredet werden (entgeht einem Land Geschäft wenn man nicht Waffen verkauft, welche konkreten Repressalien sind zu erwarten wenn man nicht mitmacht, welche Bedrohszrnarien sind realistisch und welche Waffen und Strategien helfen bei dem Szenarien die am meisten Wahrscheinlich sind)

    9. spieler_42 on

      Für mich ein schwieriges Thema:

      Unsere Neutralität ist ein Vertrag mit den Siegermächten des 2. Weltkrieges. Meine Erwartung wäre eine offizielle Anfrage an ebendiese (Frankreich, USA, UK, Sowjetunion), ob diese der Aufhebung zustimmen. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, also die kann man auch nicht fragen. Was wenn die anderen nicht zustimmen (glaube ich nicht…) – aber ehrlich gesagt, was sind politische Verträge wert, wenn man diese einfach einseitig für nichtig erklärt?

      ~~Zwischen NATO Vollbeitritt und Neutralität gibt es meiner Meinung nach auch Abstufungen: So könnte man vermutlich festhalten, dass man im Verteidigungsfall voll unterstützt, nicht aber im Angriffsfall.~~ Oder dass man die österreichische Expertise (z.B. gilt Österreich als sehr gut beim _Thema Wasseraufbereitung und ABC Abwehr) zur Verfügung stellt, aber nicht “Kampfsoldaten”).

    10. Neutralität? Gerne, dann aber schwer bewaffnet und ohne Putin Appeasement. Anständige Luftabwehr, Miliz, gscheites Gerät…

      Die Neutralität die Kickl meint will ich ebensowenig wie eine wehrlose Neutralität.

    11. Nein ist nicht mehr zeitgemäß. Und im Gegensatz zu uns tut die Schweiz zumindest was um sich im Ernstfall verteidigen zu können.

      In Österreich gibt es aber manche die meinen, wenn man allein schon über die Neutralität diskutiert, sei man ein Kriegstreiber. Wobei das Gegenteil der Fall ist, die Neutralität allein schützt einen nämlich nicht davon angegriffen zu werden.

    12. RoflMaru on

      Unabhängig von der Diskussion über die Neutraliät selbst, gibt es ein völliges Missverständnis über deren Formulierung. Landläufig und in den Medien wird gerne so getan, als ob Österreich außenpolitisch keine Interessen in einem miliärischen Konflikt haben dürfte. So blöd waren Figl und Co. 1955 aber nicht, dass sie Österreich außenpolitisch völlig impotent gemacht hätten:

      >**Artikel I.** (1) Zum Zwecke der dauernden Behauptung seiner Unabhängigkeit nach außen und zum Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes erklärt Österreich aus freien Stücken seine immerwährende Neutralität. Österreich wird diese mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrechterhalten und verteidigen.

      >(2) Österreich wird zur Sicherung dieser Zwecke in aller Zukunft keinen militärischen Bündnissen beitreten und die Errichtung militärischer Stützpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiete nicht zulassen.

      Die Neutralität ist für einen bestimmten Zweck formuliert. Sollte dieser Zweck (Unabhängigkeit & territoriale Integrität) durch die Neutralität nicht mehr gewährleistet sein, gilt das nicht mehr. Außerdem beinhaltet sie nur 2 Punkte: keine Militärbündnisse und keine Militärbasen in Österreich.

      Solange Billa und Spar zufällig immer die gleichen Preise in Österreich haben können, ohne dass es sich um Preisabsprachen handelt, sehe ich nicht inwieweit Österreichische Soldaten nicht zufällig die gleichen Kommandos erhalten können, wie deutsche, italienische oder französische Truppen. Es darf sich nur nicht um ein Bündnis handeln. Es liegt schließlich im österrischischen Interesse, seine Truppen zu außenpolitischen Zielen mit europäischen gleichzuschalten. Und per se darf Österreich ja durchaus einen Krieg führen, nur nicht im Rahmen eines Militärbündnisses.

    13. Irgendwie muss Österreich ja am 3. Weltkrieg schuld sein 😀

      Fr tho, nein ich seh die Neutralität auch nicht als sinnvoll an, so wie sie gerade gelebt wird. Das wär ja so als würde ein US-Bundesstaat sich nicht an der US-Verteidigung beteiligen weil “neutral”.

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