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    8 commenti

    1. Kobrick- on

      Kontext? Versteh schon, die wollen Mischwald, die bauern wollens nicht. Jetzt kommt da klimawandel und alle glauben es muss was getan werden

    2. 0xde4dbe4d on

      Ich find voll gut, dass du dich auskennst. Aber bitte mach deine Posts so, dass sich andere danach auch auskennen. Das bringt wesentlich mehr!

    3. FixLaudon on

      kann mich nur anschließen, bitte um mehr infos in so einem post. wieso sind die bäume schädlich und warum sind sie in der schweiz verboten und in österreich nicht?

    4. Allzweck on

      Mal so richtig was ohne Kontext posten…

      Pro: Dafür mag er es warm und hält Hitze gut aus. Resistent gegen Schädlinge ist er auch.

    5. TelluriumSpaceWizard on

      Der Blauglockenbaum ist das erste Mal im 19. Jahrhundert in Österreich gepflanzt worden, so wirklich neu ist er jetzt nicht mehr. Er hält Trockenstandorte besser aus als heimische Bäume am selben Standort, die dank Klimawandel diese Standorte nicht mehr so effizient besiedeln können, und die er dort dann halt “verdrängt” oder eher, denen er folgt weil es sie umhaut und sie jetzt in kühlere Standorte drängen. Man sieht ihn halt auch oft dort wo Menschen sind, entlang von Bahnhöfen zB oder in verwahrlosten, pardon, grün belassenen Innenhöfen, wo er oft im recht Winkel aus der Wand kommt, weil er halt ein Überlebenskünstler ist. Darum fällt er auf und wird von manchen Leuten im selben Atemzug genannt wie Kudzu, was ordentlich übertrieben ist wenn man mich fragt, ich bin aber ja auch nur Zoologe, kein Botaniker oder Landschaftsökologe.

      Ausgangspunkt von dem teilweisen Hass den Leute auf diesen im Vergleich zum höllischen Knöterich eher harmlosen Zier- und Alleebaum haben ist dieser, die Schweiz hat ihn auf die Liste “Liste der potenziell invasiven Neophyten” gesetzt. Die Schweiz. Nicht wir. Die Schweiz hat da drauf zB auch den Schmetterlingsflieder, der bei uns allen wurscht ist, aber genauso ein Neophyt. Die Schweiz hat auch eine Liste wirklich invasiver Arten, da ist dann zB der Götterbaum drauf, so wie bei uns. Aber ja, Neophyt ist er einer, in den klassischen Buchenmischwald gehört er ebenso wenig wie die Platane, die auch erst im 18. Jahrhundert nach Mitteleuropa gebracht wurde, aber dank der Verwechslung mit den einheimischen Spitz- und Bergahörnern eher unter dem Radar fliegt.

      Aber es geht ja nicht um Parks oder den Anschein von Wildnis erweckenden Freizeitwäldern am Land draußen, es geht um den Wirtschaftswald. Als nicht ganz Amateurökologe seh ich die Sache so: Den Klimawandel hamma am Hals, das ist oasch aber Tatsache, wer da jetzt mit einem “Aber aber” kommen will, der rede bitte in ein Sackerl, es interessiert mich nicht, die Datenlast ist erdrückend und das Endergebnis offensichtlich, außer man versucht sich gleichzeitig in fortgeschrittenem Yoga und Amateurproktologie und steckt mit dem Kopf im eigenen Arsch.

      Deshalb müssen wir, wenn wir weiter unbedingt Holzmonokultur betreiben wollen, andere Bäume hinpflanzen. Die Waldkiefern die wir seit Jahrhunderten weit unterhalb ihres Ausbreitungsgebietes ins Flachland stellen, wo sie dann reihenweise an Hitzestress sterben nachdem sie die Böden übersäuert und verarmt haben, werden eine weitere Erhöhung der Temperatur nicht aushalten. Ob jetzt der Blauglockenbaum die beste Alternative ist, das weiß ich nicht, aber außer wir sind alle bereit für Holz ein vielfaches auszugeben und jetzt mal ein paar Jahrzehnte zu warten bis ein natürlich angepflanzter Buchenmischwald nachgewachsen ist, werden wir irgendwas schnellwüchsiges für Wirtschaftswälder brauchen.

      Und der Blauglockenbaum ist schon bekannt, bei dem kennt man sich aus, also für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Österreich ist der in meinen Augen sehr wohl eine Sache, die man zumindest auf Machbarkeit untersuchen sollte. Und ja, ich kann “verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Österreich” auch nicht sagen, ohne ein bisschen mit den Augen zu rollen, aber außer wir wollen vor rechtschaffenem Zorn kochend in einer baumlosen Steppe sitzen, weil diverse Konzerne sämtlichen Restwald abgeholzt haben um dem Bedarf an Bau und Heizholz nachzukommen, werd ma irgendwas machen müssen.

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