
Le accuse dei media dei media al giudice (ecco un’intervista sul giudice, https://www.neustart.at/das-gefaengnis-ist-kein-ort-fuer-jugendliche/ ) non sono senza. Nell’intero processo, il giudice apparentemente non ha espresso una sola parola critica verso gli autori. Invece, la vittima è stata presa di mira quasi esclusivamente, soprattutto a causa delle loro lacune nella memoria, che secondo me, tuttavia, sono dovute alla traumatizzazione. Gli autori a loro volta si riferivano all’ignoranza, compresa la loro età – che era ovviamente sufficiente.
Nell’intervista, il giudice parla di compassione, comprensione, sostegno anziché punizione – ma che apparentemente si è applicato solo agli autori, non per la vittima.
Dopo l’assoluzione: insulti, dito medio, nessuna traccia di intuizione da parte degli autori, per me una doppia moralità disgustosa.
Per me, questo significa che per me ora hai un obiettivo facile nei bambini con bisogni speciali, perché spesso non possono articolare chiaramente la loro età reale. Qual è la tua opinione?
di dorgobar
9 commenti
Irgendwie überrascht mich das Ganze nicht wirklich. In Österreich haben wir ja quasi eine Tradition, dass Gerichte eher die „armen Täter“ als die Opfer bemitleiden. Der Richter redet hier von Mitgefühl. Aber das scheint halt wieder mal nur einseitig verstanden worden zu sein.
Vielleicht sollte man das Ganze einfach offiziell machen: Wer Opfer wird, muss halt vorher ein psychologisches Gutachten abgeben, das bestätigt, dass man auch „prozessgeeignet“ traumatisiert ist. Wäre wenigstens ehrlich.
Und die Mittelfinger nach dem Freispruch könnte man ja auch positiv sehen. Immerhin ein deutliches Zeichen, dass die Jugendlichen ihren Emotionen freien Lauf lassen dürfen. Ist doch genau das, was Förderung und Verständnis bewirken sollen.
“ergo heißt das für mich umkehrschluss, dass man nun bei kindern mit besonderen bedürfnissen ein leichtes ziel hat, weil diese ihr tatsächliches alter oft nicht klar artikulieren können. was ist eure meinung dazu?”
Diesen Schluss verstehe ich nicht. In dem Fall geht man ja davon aus, dass die Täter die Unwissenheit nur vorgetäuscht haben.
Der einzige Skandal ist das wir immer noch an der Nein heisst Nein Gesetzgebung festhängen
Während das Opfer darlegen muss warum es sich nicht mit Händen und Füßen gewehrt hat können sich Täter schon brav hinter Unwissenheit verstecken
Ist nicht das erste beschissene Urteil und wird nicht das letzte sein solange wir an so eine lückenhaften Regelung festhalten
Die #metoo-Aktivist:innen müssten diesbezüglich doch eigentlich auf die Barrikaden gehen?
Ja verständlich und sehe ich genauso.
Aus meiner Sicht liegt das Problem hier bei der Staatsanwaltschaft. Man darf nicht vergessen, dass die StA die Schuld zu beweisen hat und nicht der Angeklagte seine Unschuld. Ich finde es schon sehr fraglich, dass die StA den sexuellen Missbrauch von Unmündigen nicht mitangeklagt hat, mit der Begründung, das Opfer hätte behauptet sie sei 14 und dadurch seien die Angeklagten einem Tatbildirrtum unterlegen (das müssen die Angeklagten auch nachweisen – die Behauptung reicht nicht aus). Dazu hat die StA verabsäumt die Einholung medizinischer und psychiatrischer Gutachten zu beantragen, um dadurch die Erinnerungslücken des Opfers zu begründen. Letztendlich hat die StA auch verabsäumt ausreichend Beweise vorzulegen, Zeugen zu befragen und ihre Hausaufgaben zu erledigen. Aber ohne die Beweislage, Zeugen- und Beschuldigtenvernehmungen und der Anklageschrift zu kennen, ist durchaus schwer eine Meinung zu bilden.
Alles was er im Interview sagt ist (sozial)wissenschaftlich belegt. Allerdings gibt es auch andere Mittel als Gefängnis oder Freispruch- bedingte Strafen und Fußfesseln z.B.
Wer selbst mal ein Gefängnis von Innen gesehen hat, für den ist eigentlich klar, dass eine Person die dort ihre späten Teenagerjahre oder frühen Zwanziger verbringt, schon fast zwangsläufig fürs Leben geschädigt sein muss.
“Anwalt versucht nach unpassendem Urteil aus seinem Prozess die mediale Präsenz für seine Rehabilitierung zu nutzen.”
Im Westen nichts neues.